Waidmannsheil
| 1. |
Ich schieß
den Hirsch im wilden Forst,
im tiefen Tal das Reh,
den Adler auf der Klippe Horst,
die Ente auf dem See.
Kein Ort, der Schutz gewähren kann,
wo meine Büchse zielt, und dennoch hab ich
harter Mann, die Liebe noch gefühlt. ...
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| 2. |
Kampiere oft zur Winterzeit
in Sturm und Wetternacht,
hab überreift und überschneit
den Stein zum Bett gemacht;
auf Dornen schlief ich wie auf Flaum,
vom Nordwind unberührt, und dennoch hat die
harte Brust die Liebe auch gespürt. ...
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| 3. |
Der wilde
Falk ist mein Gesell,
der Wolf mein Kampfgespann;
der Tag geht mir mit Hundsgebell,
die Nacht mit Hussa an.
Ein Tannreis schmückt statt Blumenzier
den schweißbefleckten Hut, und dennoch schlug
die Liebe mir ins wilde Jägerblut. ...
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| 4. |
Ich hab gar
oft den Tod gesehn
auf Zinn und Felsenschrund,
den Gams gepürscht auf wilden Höhn,
mit mir mein braver Hund.
Die Murmel warf der sichre Schuß
ins grüne Almengras, und dennoch war beim
letzten Gruß das Auge tränennaß. |
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