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Jürgen Seelig setzt Familientradition fort

ERWITTE - Perfekt! Mit der exakt 184. Patrone, die Schießmeister Ingo Günter in den Gewehrlauf legte, setzte der Adjutant des Handwerker-Schützenvereins, Jürgen Seelig, eine wahrhaft „königliche Familientradition“ fort! Nach seinem Vater, Ivo Seelig, der bereits 1972 den Majestäten-Titel in Reihen des HSV errang, 1995 als Adlerkönig feierte und 1991 mit seiner Brigitte Evers-Seelig für zwei Jahre die Insignien des Männerschützenvereins (MSV) Erwitte trug, sicherte sich der 29-jährige kaufmännische Angestellte gestern Morgen, noch vor dem Mittagsläuten der Pfarrkirche St. Laurentius den Titel des neuen Königs der Handwerker. Er löste Jonas Berkenbusch (19) auf dem Thron ab. Als strahlende Königin präsentierte Jürgen Seelig bei der Proklamation Christin Schulte; seine Freundin.

Nicht nur die Eltern von Jürgen Seelig trugen sich in die Königslisten der Erwitter Schützenvereine ein, sondern auch seine Schwestern Andrea und Ute, die bereits mit Jens Meier den HSV bzw. mit Gunther Drews-Kreilman den Junggesellen-Schützenverein regierten. Trefflich kommentierte gestern Mittag bei der feierlichen Proklamation, die HSV-Oberst Philipp Behrens vornahm, ein Schütze der Ehrenkompanie: „Familie Seelig dürfte Erwittes führende Königsfamilie sein!“

Das Vogel- und Adlerschießen der „Handwerker“, die jeweiligen Wettbewerbe der aktiven Schützen bzw. der Ehrenkompanie, fanden wieder parallel statt. Sie gestalteten sich gestern Morgen für die illustre Festgesellschaft auf der „Vogelwiese“ an der Hellweghalle, zu einer wahrhaft unterhaltsam en und als spannende Sache. Begleitet von den Klängen des Seniorenorchesters des Kreises Soest kennzeichnete eine aufgeräumte Stimmung das Geschehen. Dazu trugen nicht zuletzt die launigen Moderationen von Peter Blume und Norbert „Nobse“ Gerling bei.

Volle Zustimmung erntete Oberst Philipp Behrens, dass die Schützen sich einen interessanten und vor allem fairen Wettkampf lieferten; ganz wie man sich ihn wünscht. Auch Bürgermeister Peter Wessel und Pfarrer Hans Gerd Westermann, um nur zwei Ehrengäste zu nennen, fühlten sich recht wohl. Keine Frage, dass Politik und Geistlichkeit gern ihre Ehrenschüsse abgaben. Hochwürden Westermann zeigte sich zielsicher schoss er dem Adler der Ehrenkompanie den Apfel aus den Krallen.

Zu den „heißen“ Aspiranten bei um die Nachfolge von Jonas Berkenbsuch, der den HSV zusammen mit Sabine Stute in den zurückliegenden Monaten bestens repräsentierte und regierte, gehörten neben Jürgen Seelig, auch André Berkenbusch und Uwe Auster. Dieser „Dreikampf“ hatte ‘was!

Über den Erfolg von Jürgen Seelig freuten sich gestern auch die Kameraden des Löschzuges Erwitte; ist er in der Feuerwehr doch als Oberbrandmeister aktiv.

Fast hätte es mit Olaf Middeke noch ein weiterer Feuerwehrmann geschafft, königliche Insignien zu tragen. Dieser lag beim Adlerschießen durchaus gut im Rennen, neben u.a. dem 25-jährigen Jubelkönig Bernhard Rasche oder Jürgen Fesel. Der „goldene Schuss“ gelang mit der 196. Patrone Andreas Dane.

Ehefrau die erste Gratulantin

Der zunächst sein Glück nicht fassen konnte, dann aber freudig strahlte, als ihm der scheidende Adlerkönig Andreas Schilling in die Arme schloss und ihm gratulierte. Erste Gratulantin war seine Ehefrau Maria Dane, die sich mit ihrem Mann sehr freute. Neben Pfarrer Westermann sicherten sich die weiteren Insignien: Kaiser Torsten Reker, Zepter und die Krone freute sich, wenn es später schon nicht mit dem Titel klappte, Olaf Middeke. Gestern Abend präsentierten sich die neuen gekrönten Häupter beim Festzug. - gö.



0 Kommentare, Allgemein - 23.05.2011 00:14

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